30.11.2012 Markus Kahlig beim TL in Katsuura (JPN)

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Japan calling!

Die lang ersehnte Reise begann am 30.11.2012, um 11.50Uhr, Vienna Airport. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Moskau flogen wir (mit dabei waren Heidrun Genzecker, Driton Shala und Daniel Allerstorfer) weiter nach Tokyo Narita Airport. Weitere 3h verbrachten wir in diversen öffentlichen Verkehrsmitteln, um zu unseren Zielort Katsuura (Provinz Chiba) anzugelangen. Insgesamt waren wir über 30h am Reisen, mit einer Zeitverschiebung von +8h.

Erste Eindrücke

Der erste Tag in Japan verlief sehr entspannt, jeder genoss die neuen Eindrücke und auch die ersten Erkundungstouren in das nahe gelegene Ortszentrum wurden getätigt. 

 „Man kann behaupten, wir wären in einer neuen Welt!“

Genau dieser Satz würde zu den insgesamt 2 Wochen in Japan hervorragende passen. Es fängt bei den Betten an, geht über Sprache, Sitten bis hin zum Training selbst. Keine Frage man lebt sich schnell ein und ohne Zweifel hat die japanische Mentalität, in der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft über allem steht, einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass unsere Reise zu solch einem gelungenem Erfolg wurde.  Natürlich könnte man darüber hinaus noch tausend andere Argumente aufzählen, aber nur die folgenden Bilder können annähernd beschreiben, was ich hier zum Ausdruck bringen möchte.

Tokyo, alles ist Möglich

Nach dem Frühtraining am Samstag, wurde der Ausflug ins Zentrum Tokyos unter der von Führung Klaus-Peter Stollberg, der sich die Zeit nahm, um unsere Freizeit in Tokyo möglichst Vielfältig zu gestalten.  Leider gab es bei der Hinfahrt immer wieder Verzögerungen und wir kamen statt dem geplanten Nachmittag erst am Abend an. Darum wurde einstimmig beschlossen nach der Fahrt in den 55. Stock des Tokyo Dome Hotels (Tokyo Dome ist eine Veranstaltungshalle für bis zu 55.000 Personen)  den lang ersehnten Mizuno Shop zu besuchen ;) . Shoppen, wie jeder weiß, macht natürlich Hunger und darum machten wir einen kurzen Stopp in ein klassisches, japanisches Restaurant, um beste Sushi und andere Spezialitäten zu genießen. Auch bei dieser Mahlzeit wurde wieder einmal bewiesen, dass eigentlich nur japanische Küche in Japan richtig gut ist. Mit vollem Magen und mit den Einkaufstüten ging es in den Kodokan, Zimmer beziehen und anschließen weiter in den Bezirk der Bezirke „Roppongi“. Hier endete offiziell der Tag, mit dem glänzenden Eindruck Tokyos, der Tausenden Reklamen und Lichter, die die Nacht zum Tag machten, im Hardrock Kaffee Tokyo.

Verkehrte Welt

Gibt’s nicht gibt’s in Japan wirklich nicht!

Beispiele wären dafür:

Autos fahren links, nicht auf einer oder zwei Spuren, sondern mindestens drei bis vier.

Für Wasser immer den Wasserhahn nach unten Drücken

Schutzmasken, im Falle einer Krankheit

Manches Klo ist moderner als dein Handy :P

Immer links gehen, bitte

Durst? Einfach zum Automat, er befindet sich maximal 100m entfernt

 

Freaky, like me

Der 2. Tag, wie zuvor Sprach Tokyo für sich selbst, Takeshita Street, die wohl beste Straße für jeden Kitsch Fan und Liebhaber für ausgefallene Artikel. Selbst einige Leute in den Menschenströmen waren Verkleidet, bzw. hatte Kostüme an. Yoyogi Park und andere wunderschöne Tempelanlagen, alt und dennoch sehenswert.

2 Wochen Training nach Japan Style

Um es gleich zu sagen, es war Wahnsinn!! Selbstverständlich fand das Training im eigenen Judo Dojo statt, welches zu Beginn jedes Trainings gekehrt wurde. Im 2,5-3 stündigen Training, wurde vor allem Hauptaugenmerk auf die Stand-Randori gelegt. Jedes der der zirka 16 Randori war 6min lang und war gekennzeichnet durch viel Bewegung, Schnelligkeit, gezielte Kraftaufwände und Geschmeidigkeit. Es war einfach ein Traum für jeden Judoka, der Technik versierte Randoris liebt. Ich war fasziniert von diesen Schwerpunkten, weil ich selbst diese Kampfart pflege.

Alles in allem anstrengende 2 Wochen, aber neben bei auch lehrreich und faszinierend.

Ich möchte auch den ganzen Privatpersonen/Sponsoren danken, die aus ihrer Tasche mir dieses Erlebnis ermöglicht haben, damit mein Verein und meine Familie nicht mit Kosten belastet wurden. 

Vielen Dank für diese Spenden und das damit verbundene Vertrauen, dass in mich gesetzt wurde und noch immer wird!

Markus Kahlig

 

 


(Fotos Markus Kahlig)